Sonntag, 11. April 2010

blick aus dem fenster





Aprilwetter

von Gerold Christmann


Heut muss ich dringend aus dem Haus.

Mal sehn: Wie sieht das Wetter aus?

Die Sonne scheint? Wie wunderbar!

Da geh ich hemdsärmlig, ganz klar.


Kaum bin ich eine Ecke weiter,

schon ist es draußen nicht mehr heiter.

Ich friere; denn die Sonn´ verschwand

grad hinter einer Wolkenwand.


Ich muss geschwind nach Hause flieh´n,

um mir was Wärm´res anzuzieh´n.

Mit Wollpullover, Mütze, Schal

versuch´ ich mein Glück zum zweiten Mal.


Der Wind bläst voll mir ins Gesicht,

ich hüll´ mich ein, das stört mich nicht.

Doch plötzlich zieht ein Wetter auf,

ich renn´ zurück im Dauerlauf.


Es gießt wie aus dem Regenfass –

bis auf die Haut bin ich pitschnass.

Da hol´ ich rasch, sonst werd´ ich krank,

trock´ne Sachen aus dem Schrank.


Das soll mir nicht nochmal passier´n!

Ich nehme meinen Regenschirm

und steck´ die Handschuhe bereit,

falls es am Ende gar noch schneit.


So ausstaffiert mit Schirm und Schal

geh´ ich jetzt los zum dritten Mal.

Inzwischen aber trieb der Wind

die ganzen Wolken weg geschwind.


Die Sonne sieht man wieder lachen.

Und ich steh´ da in Wintersachen:

Mit Pulli, Jacke, Mantel, Mütze,

mit Regenschirm und Schal – und schwitze!


Man kann doch anzieh´n, was man will.

Stets ist verkehrt es im April.




ganz liebe grüße

melanie

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